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Weiterbildung zur Psychosozialen Prozessbegleiterin / zum Psychosozialen Prozessbegleiter (RWH) für Verletzte im Strafverfahren

Die nächsten Weiterbildungen

In fünf erfolgreichen Weiterbildungen hat RECHT WÜRDE HELFEN umfassende Erfahrungen gesammelt. Diesen Hintergrund haben wir genutzt, um unser Konzept zu aktualisieren.

Zur Zeit sind alle Weiterbildungen ausgebucht.

Programme bereits laufender und abgeschlossener Weiterbildungen finden Sie zur Ansicht im Downloadbereich rechts.

Was vermittelt die Weiterbildung?

Das Institut für Opferschutz im Strafverfahren RECHT WÜRDE HELFEN bildet seit Oktober 2005 Psychosoziale Prozessbegleiterinnen und Prozessbegleiter (RWH) aus. Dazu gehört die sozialpädagogische Begleitung Kinder, Jugendlicher und Heranwachsender ebenso wie die Unterstützung traumatisierter erwachsener Opferzeug_innen. Das Pilotprojekt hat Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma, Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur, finanziell unterstützt. Die folgenden Weiterbildungsstaffeln förderten die Friedrich-Ebert-Stiftung, die Konrad-Adenauer-Stiftung, das Bundesministerium der Justiz sowie das Ministerium der Justiz und für Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz und RWH.

Die berufsbegleitende Weiterbildung Psychosoziale Prozessbegleitung (RWH) für Verletzte im Strafverfahren richtet sich an (sozial-)pädagogische und psychologische Fachkräfte, die Berufserfahrung in der Arbeit mit Mädchen und Jungen, Frauen und ggf. Männern haben, die Opfer von Misshandlung, sexualisierter und häuslicher Gewalt geworden sind. Vermittelt wird die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und ihren Bezugspersonen und mit Erwachsenen, die ein Strafverfahren bewältigen müssen. Ein besonderes Augenmerk gilt den Schwierigkeiten, die Menschen mit Beeinträchtigung, Migrationshintergrund oder mit durch Menschenhandel verursachten Gewalterlebnissen in dieser Situation haben. Zu den Themen der Weiterbildung gehören Grundwissen über Traumatisierungen und Belastungserleben der Verletzten, über ihre aussagepsychologische Begutachtung und Einzelheiten des Straf- und Strafverfahrensrechts sowie die Funktionen aller Verfahrensbeteiligten. Teilnehmer_innen erfahren, wie sie Opferzeug_innen altersangemessen und kultursensibel unterstützen, wo sie weitere Hilfe bekommen und wie sie die Kooperation aller Institutionen fördern. Sie lernen, wie sie jede Beeinflussung der Aussage und ihrer Entstehungsgeschichte vermeiden. 

Ein interdisziplinäres Team aus Sozialarbeiter_innen und -pädagog_innen, Psycholog_innen, Gutachter_innen, Polizist_innen, Rechtsanwält_innen, Staatsanwält_innen und Richter_innen mit langjähriger Berufserfahrung vermittelt den Prozessbegleiter_innen praxisnahe und authentische Kenntnisse aus ihren jeweiligen Arbeitsbereichen.

    * Was sie verbindet, ist der Wunsch, Strafverfahren für Verletzte positiv
       zu verändern.
    * Was sie trennt, sind ihre unterschiedlichen Wege zu diesem Ziel.
    * Was sie zusammenarbeiten lässt, ist die Überzeugung, das gemeinsame Ziel auf 
       unterschiedlichen Wegen und mit gegenseitiger Wertschätzung und Akzeptanz
       erreichen zu können.

Die Schulung baut damit Brücken über berufsspezifisches Wissen hinweg.

Die Weiterbildung ist überarbeitet worden. Sie wird künftig aus sechs Modulen (jeweils drei bis vier Tage) bestehen, die berufsbegleitend an sechs Terminen stattfinden. Sie schließt mit einem Zertifikat ab. Im Teilnahmebeitrag sind Seminargebühren, Unterkunft und Verpflegung für sechs Module enthalten. Seine Höhe wird mit Ausschreibung der sechsten Weiterbildungsstaffel 2016 festgelegt.

» Die einzelnen Module der Weiterbildung finden Sie hier: Die Module

Seit 2007 können ausgebildete Psychosoziale Prozessbegleiter_innen (RWH) ihr Wissen bei einem jährlichen bundesweiten Vernetzungstreffen aktualisieren, vertiefen und Erfahrungen austauschen. Sie haben sich mit Prozessbegleiter_innen mit vergleichbarer Qualifikation außerdem zum Bundesverband Psychosoziale Prozessbegleitung e.V. (BPP) zusammengeschlossen. Nähere Informationen finden Sie hier: Bundesverband Psychosoziale Prozessbegleitung e.V.